Lesefutter aus der Bücherei

Buchempfehlungen

von Odilia Fiege-Jostock
Katholische Öffentliche Bibliothek St. Michael Stuttgart-Sillenbuch


12. 2009 - 01. 2010

„Einiges fiel auf guten Boden ..." Die Predigtsammlung „unseres" Paters Gottfried Eigner OSA ist für so manchen eine Quelle der Spiritualität und der Inspiration geworden. Viele Mitglieder unserer Gemeinde haben das Buch erworben, freuen sich daran und nehmen es gerne zur Hand. Auch in unserer Bücherei sind zwei Exemplare für die Ausleihe bereitgestellt, sodass gute Gedanken, Gebete und Impulse jede Leserin und jeden Leser über die Wochen der Ausleihzeit hin begleiten können.
Ein zweites Buch will ebenfalls ein Begleiter für das „innere Ich" sein. Es hat den Titel „Offen für die Menschen. Offen für Gott". In ihm sind Predigten und Rundfunkbeiträge des hoch geschätzten und früh verstorbenen Telefonseelsorgers Wolfgang Birk gesammelt und posthum herausgegeben. Beide Schriften können der Vorbereitung auf Weihnachten dienen.
Die einzigartige Beziehung zweier vom Temperament her grundverschiedener Denker und Genies stellt Rüdiger Safranski in seinem neuen Buch „Goethe & Schiller. Geschichte einer Freundschaft" dar. Er schildert, wie aus zunächst heftiger Abneigung des jüngeren Schiller gegenüber dem wohlbestallten Herrn Geheimrat doch eine unvergleichliche Verbindung wuchs, in der beide sich in herzlicher Zuneigung wechselseitig förderten und anregten.
Ein nachdenklicher, in Großdruck gesetzter Roman ist „Monis Jahre" von Kirsten Boie. Er zeigt den eher bescheidenen Nachkriegsalltag von drei Frauen in Hamburg, die sich um eine wahrhaftige Deutung ihrer persönlichen, vom Krieg geprägten Lebenserfahrungen bemühen.
„Ich bin nichts ohne dich", Monika Buschey beschreibt einfühlsam 15 Liebesgeschichten berühmter Künstlerpaare des 20. Jahrhunderts. Lassen Sie sich überraschen!
In Zeiten der Krise nimmt man gerne zur Phantasie Zuflucht, und so bieten zwei unserer neuen Romane spannende Science Fiction. Frank Schätzing lässt in „Limit" die Amerikaner und die Chinesen einen atemlosen Wettlauf um die Ressourcen des Mondes starten. Dan Brown bleibt in „Das verlorene Symbol" diesmal in den USA und lässt seinen Professor Langdon mittels Symbolik und Geheimnissen der Washingtoner Architektur eine geheimnisvolle Mission entdecken und sich mit Freimaurern auseinandersetzen.
Der Krimi „Die dunkle Wahrheit des Mondes" von Andrea Camilleri ist eher geprägt von guter kriminalistischer Kleinarbeit. Ist der rätselhafte Mordfall ein Verbrechen aus Leidenschaft? Alles deutet darauf hin, aber ist das nicht zu einfach?
Wer sich jedoch in den kommenden winterlichen Wochen gerne einmal gedanklich in eine entferntere geschichtliche Periode zurückbeamen möchte, dem empfehlen wir erneut unsere bewährten historischen Romane wie z.B. „Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones (Barcelona, 13. Jh.), „Kreuzblume" von Andrea Schacht (Kölner Dom, 14. Jh.), sowie - aktuell verfilmt - „Die Päpstin" von Donna Grass (Karolingisches Reich, 9. Jh.).
Und wie in jedem Advent haben wir einen ganzen Tisch mit Büchern zur Vorbereitung auf das Christfest vorbereitet. Vor allem für Kinder sind schöne Bilderbücher ausgelegt, von der liebevoll illustrierten Weihnachtserzählung des Evangelisten Lukas bis hin zu „Stille Nacht" von Vicki Howie, in dem geschildert wird, was Kirchenmäuse mit dem berühmtesten Weihnachtslied der Welt zu tun haben.

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