Das Gemeindekonzept und die Gemeindeleitung

In unserer Gemeinde gibt es eine große Zahl von Frauen und Männern, die bereit sind zur Mitarbeit und das auch tun.
Wir haben uns darauf eingestellt, dass immer weniger Priester in unseren Gemeinden ihren Dienst tun können.
Die verbleibenden Priester müssen für ihre eigentliche Aufgabe frei sein;
für die Verkündigung des Wortes Gottes,
für den Dienst an den Menschen in Not und für die Feier der Liturgie.
Alle anderen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die den Priestern im Laufe der Zeit zugewachsen sind, können von Mitgliedern der Gemeinde übernommen werden.
Es geht uns nicht nur um die Entlastung der Pfarrer, sondern um die Entdeckung der eigenen Verantwortung und Zuständigkeit und der Gemeinde für sich selbst und für die Menschen die hier wohnen.

Die ganze Gemeinde ihrer Vielfalt von Menschen und Begabungen ist Trägerin der Seelsorge.

In diesem Verständnis arbeitet der Kirchengemeinderat St. Michael zusammen mit seinen Hauptamtlichen und praktiziert ein Modell für Zusammenarbeit von Priestern und Laien in der Gemeinde

Die Gemeindeversammlung
Die Gemeindeversammlung: ist das „Plenum" und das „Forum" der Gemeinde,
der Ort und die Gelegenheit, wo die Vielfalt der Meinungen und der Begabungen sichtbar zum Ausdruck kommt. Die Vollversammlung der Gemeinde wird mindestens ein mal im Jahr zusammengerufen.
Kirchengemeinderat und die Gemeindeleitung geben einen Rechenschaftsbericht und erhalten Orientierung für ihre weitere Arbeit.

Der Kirchengemeinderat
Der Kirchengemeinderat ist das Gremium von Frauen und Männern, die der von der Gemeinde gewählt wurden, um zusammen mit dem Pfarrer die Verantwortung zu tragen für die Gemeindeleitung damit:

  • das Evangelium so aktuell wie möglich verkündetd
  • der Gottesdienst angemessen gefeiert
  • der Dienst an den Menschen so hilfreich wie möglich getan wird.
  • Die vielfältigen Begabungen in der Gemeinde entdeckt,
  • in der Gemeinde Einheit und Vielfalt entwickelt und gepflegt,
  • die Verbundenheit mit der Weltkirche erhalten bleibt,
  • die Ökumene als Gemeinschaft aller Getauften auf Ortsebene gelebt,
  • der Aufbau der Gemeinde situations- und personengerecht geordnet wird
  • die Meinungsbildung unter Beteiligung aller erfolgen kann
  • die notwendigen organisatorischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Jedes Mitglied des Kirchengemeinderates hat sich persönlich verpflichtet, in einem dieser Arbeitsgebiete aktiv mitzuwirken.
Namen und Zuständigkeiten im derzeitigen Kirchengemeinderat

Der Verwaltungsausschuss
setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Kirchengemeinderates und sachkundigen Frauen und Männern zur verantwortlichen Wahrnehmung der wirtschaftlichen Belange.
Der Kirchengemeinderat hat die Beschlussfassung in folgenden Angelegenheiten an den Verwaltungsausschuss delegiert: den Erwerb von Grundstücken, die An- und Vermietung von Gebäuden und Räumen, den Neubau und Erweiterung von Gebäuden. Die Vorbereitung und Einhaltung des jährlichen Haushaltsplanes
Auswahl und Anstellung der Mitarbeiter Gemeinde, Disziplinar- und Urlaubsfragen (Kinderhäuser u. a.)

Der Pastoralausschuss
wird vom Kirchengemeinderat berufen und ist diesem gegenüber verantwortlich für die Koordinierung und Durchführung aller pastoralen Aufgaben in der Gemeinde.
Mitglieder des Pastoralteams sind neben dem Pfarrer, einige Mitglieder des KGR und sachkundige Frauen und Männer.

Die Aufgaben des Pastoralauschusses sind insbesondere:
festzustellen, welches die konkreten pastoralen Bedürfnisse der Gemeinde sind.Anregung und Einrichtung von Diensten und Arbeitsgruppen, die diesen Bedürfnissen entsprechen. Unterstützung, Koordination und Begleitung dieser Gruppen.
Sicherstellen, dass Gesprächsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen angeboten werden.
dafür sorgen, dass der Sonntagsgottesdienst gewährleistet ist.
die Vorbereitung auf Taufe, Buße, Erstkommunion und Firmung selbst durchzuführen und zu begleiten.
Die praktische Umsetzung der Beschlüsse des Kirchengemeinderates im Bereich der Seelsorge
Die Jugendarbeit zu begleiten.

Die Arbeitsgruppen
sind die  Basis für die Mitwirkung aller Getauften in der Gemeinde.
Sie sollen die größtmögliche Nähe zum Lebensraum der Menschen im Stadtteil haben. (z. B. Lebenssituation, Alter, Beruf, Interessen, Wohngebiet)
Die Arbeitsgruppen arbeiten in eigener Verantwortung und sind mit der Gemeindeleitung verbunden.
Sie werden vom Pastoralteam personell, inhaltlich und mit den notwendigen sachlichen Mitten unterstützt und arbeiten auf folgende Feldern:
Vorbereitung auf die Taufe eines Kindes, Gespräche mit den Elten
Vorbereitung und Hinführung der Kinder auf die Erstkommunion, Gespräche mit den Eltern.

Vorbereitung von jungen Erwachesen auf die Firmung
Arbeitskreis für Gottedienstgestaltung und Liturgie, Kindergottesdiensteam
Ministranten, Lektoren und Cantorenkreis
Chöre: Kinderchor, "Spirit Voices" (junger Chor), Kirchenchor, Choralschola
Ökumenische Arbeitgemeinschaft
Öffentliche Bibliothek St. Michael, Lesecafé
Vorleseprogramme für Kinder
Meditationszentrum, Jogakurse
Besuchsdienst für Kranke und Altersjubilare
Nachbarschaftshilfe
Cafe Alberta (offene Jugendarbeit) Mobile Jugendarbeit
Partnergemeinde Leipzig St. Liebfrauen
Weltkirche, Partnergemeinden in Südamerika
Frauengesprächskreis
Seniorennachmittage
Besuchsdienst Neuzugezogene
Gemeindefahrten und Reisen
Oldie Night
Das jährliche Kinder- und Strassenfest
Gemeindebrief und Website www.sanktmichael.de

Diese Gruppen sind offene Angebote zur Mitarbeit für Jede und Jeden im Stadgebiet.
Man muß nicht katholisch sein, um hier mitzumachen und Freunde zu finden.
Wer hier mitarbeiten will ist herzlich willkommen!
Neue Initiativen sind geplant, insbesondere im Bereich der Sozialarbeit,
der Jugend, Männer, Integration ausländische Mitbürger.

Die Projektgruppen
Denkbar sind spontane, auch zeitlich befristete Aktionsgruppen, Selbsthilfegruppen, Bürgerinitiativen. Sie sind der Rahmen, den die Gemeinde bilden will für Menschen, die sich in einer Sache engagieren wollen. Das gemeinsame Ziel verbindet hier Personen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Überzeugung.

Die Kirchengemeinde möchte den Raum anbieten, in dem Menschen über gesellschaftliche Grenzen hinweg zusammenarbeiten können.
Insgesamt geht es dem Kirchengemeinderat darum, Gemeindeaufbau und Leitung den veränderten Lebensumständen anzupassen,
die Allzuständigkeit und Alleinzuständigkeit des Pfarrers zu abzubauen,
die Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen,
die zeitliche Beanspruchung von wenigen aktiv Mitarbeitenden zu mindern,
Ermutigung zu erleben, Zusammenarbeit einzuüben und Prioritäten zu setzen,
aus der Vielfalt des Wünschenswerten das Notwendige und Wesentliche zu erkennen und es zu tun.