In Alter und Krankheit nicht allein

Es gibt kaum jemanden von uns, der nicht Angst davor hätte, plötzlich krank zu werden, alt zu sein, und vieles nicht mehr tun zu können.
Wie schnell steht man da in der Gefahr, manchen Kontakt zu verlieren und zu vereinsamen.
Wir wollen alles tun, dass dies nicht passiert.
Dass wir älter und gebrechlicher werden, das können wir nicht verhindern, aber wir können uns gegenseitig zeigen, dass keiner von uns vergessen ist.

Gegenseitige Aufmerksamkeit

Dazu ist es aber notwendig, dass wir uns gegenseitig mitteilen, wenn jemand von uns krank wird, oder nicht mehr aus dem Haus kann.
Wenn Sie von jemand wissen, der im Augenblick nicht mehr zu unseren Gottesdiensten kommen kann und Wert auf den Kontakt mit der Kirche legt, dann geben Sie bitte Bescheid.
Auch wenn Sie ins Krankenhaus gehen, lassen Sie uns das wissen.
Neben den Ärzten, Pflegern, Schwestern und den Krankenhausseelsorgern möchte auch Ihre Gemeinde in schweren Stunden für Sie da sein.
Unser Oekumenischer Besuchsdienst kommt gern auch zu Ihnen, ob zu hause oder im Krankenhaus. Bitte melden Sie sich unter der Nummer (0711) 476580):
Wenn ein Kranker unseren Besuch vermisst, dann liegt das oft auch daran, dass man einfach nicht davon erfahren hat.

Krankenkommunion

Viele Kranke leiden darunter, nicht mehr zu den Gottesdiensten kommen zu können. Manche würden - gerade in der Situation der Krankheit - gerne wieder einmal das Sakrament der Heiligen Kommunion empfangen oder sich in der Beichte einmal wieder ganz aussprechen können.

Wenn Sie selbst in diese Lage kommen - auch wenn es nur vorübergehend ist - dann scheuen Sie sich nicht, im Pfarrhaus anzurufen. Unsere Kommunionhelfer und selbstverständlich auch Priester kommen gerne mit der Heiligen Kommunion zu Ihnen. Das macht gar keinen Aufwand und erfordert auch überhaupt keine Vorbereitung.

Krankensalbung

Und wenn Sie länger krank sind, oder vielleicht vor einer schweren Operation stehen, denken Sie auch daran, dass Ihnen genau in dieser Situation das Sakrament der Krankensalbung helfen will.
Die Krankensalbung hat nichts mit einem "Sterbesakrament" zu tun, wie immer noch fälschlich angenommen wird. Es ist eine Hilfe zum Leben. Gott will uns äußerlich, aber vor allem innerlich stärken und die Kraft schenken das, was auf uns zukommt, auch wirklich tragen zu können.

Hospiz

Manchmal ist es für einen Sterbenden und für seine Umgebung eine gute Wahl, seinen Weg in der beschützten Atmosphäre eines Hospizes zu ende zu gehen. Nicht weit von unserem Wohnort ist das katholische Hospiz St. Martin in S-Degerloch. Finden Sie hier mehr Informationen und Kontakt.

Diese Hinweise sollen Ihnen Mut machen. Wir sind, im Rahmen unserer Möglichkeiten, gerne für Sie da. Lassen Sie es uns wissen, wenn Sie uns brauchen.
Daran erkennt man eine christliche Gemeinde, dass wir fest zueinander stehen und uns gegenseitig Halt geben in schweren Zeiten.
Praktische Hinweise finden Sie auf unseren Seiten Nachbarschaftshilfe und Ökumenische Diakonie und Sozialstation. Schauen Sie bitte auch noch einmal auf unsere Adressen

Und wenn es uns gut geht, dann wollen wir dankbar sein für die Zeit, die Gott uns schenkt, uns freuen, wenn wir uns begegnen, ganz gleich ob im täglichen Leben oder bei unseren Gottesdiensten in der Kirche.