Schülercafé Alberta
Offener Kinder- und Jugendtreff
1. Der institutionelle Rahmen
Das Schülercafé Alberta ist ein offener Kinder- und Jugendtreff im Neubaugebiet von Stuttgart-Riedenberg. Das Wohngebiet ist geprägt durch größere Wohnanlagen die zumeist über den Sozialen Wohnungsbau gefördert wurden.
Träger der Einrichtung ist die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Stuttgart Sillenbuch. Das Mitarbeiterteam besteht aus drei fest angestellten Mitarbeitern und weiteren ehrenamtlichen Helfern, die in verschiedenen Bereichen (Freizeit -und Hausaufgabenbetreuung, Freizeiten) eingesetzt werden. Das Haus besteht aus einem großen Gruppenraum mit Thekenbereich und Spieleecke. Ein zweiter, kleiner Raum steht als Bastel- und Werkraum zur Verfügung. Daneben verfügt das Schülercafé über eine geräumige Küche und im Untergeschoss über einen kleinen Raum, der mit Computern ausgestattet ist.
2. Die Besucher
Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis ca. 14 Jahre besuchen das Schülercafe. Sie kommen alle aus dem unmittelbaren Wohnumfeld oder den direkt angrenzenden Stadtteilen. Es sind vorwiegend Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, welche die Einrichtung aufsuchen. Über 15 verschiedene Nationalitäten treffen im Schülercafe aufeinander. Viele der Besucher haben schwierige familiäre Ausgangslagen und Probleme im Bereich (Schul)-Bildung oder im sozialen Umgang miteinander. Der Anteil von Mädchen und Jungen ist fast gleich groß.
3. Unser pädagogisches Grundverständnis und unsere Ziele
Das Schülercafé Alberta stellt Kindern und Jugendlichen Räume zur Verfügung, die sie freiwillig besuchen und in denen sie Erfahrungen mit Gleichaltrigen machen können.
Wir wollen mit unseren Angeboten positive Erlebnisse ermöglichen und den Jugendlichen ein verantwortungsvolles Umgehen mit sich und anderen vermitteln. Dabei ist uns folgendes sehr wichtig:
• Förderung der sozialen Kompetenzen
• Stärkung des Selbstbewusstseins
• Respektvoller, empathischer Umgang miteinander
• Beziehungs- und Kontaktfähigkeit herstellen und gestalten
• Förderung von Konfliktfähigkeit
• Mitwirkung und Beteiligung der Kinder und Jugendlichen
• Verständnis von wichtigen Regeln im sozialen Miteinander vermitteln
und deren Einhaltung fordern
• Kennen lernen und akzeptieren unterschiedlicher Kulturen im sozialen Miteinander
4. Unsere Angebote
• Offene Arbeit
Die offenen Angebote sind der Schwerpunkt der Arbeit im Schülercafé Alberta. Die Räume stehen zum Spielen, Toben, Basteln aber auch für ruhigere Aktivitäten oder auch mal nur zum „rumhängen" oder Musik hören zur Verfügung. Während der offenen Treffs werden immer auch zielgerichtete Angebote im spielerisch kreativen Bereich angeboten.
• Soziale Schülerbetreuung
Das Schülercafé Alberta bietet Kindern von der ersten bis zur sechsten Klasse die Möglichkeit drei mal in der Woche in betreutem Rahmen Ihre Hausaufgaben zu erledigen. Anschließend ist noch eine Stunde Zeit für gemeinsame Aktivitäten.
• Geschlechtsspezifische Angebote
Sowohl für die Mädchen als auch für die Jungen gibt es wöchentlich ein regelmäßiges Angebot (Jungentreff, Mädchentreff), in welchem im geschützten Rahmen spezielle Angebote gemacht und Themen besprochen werden können.
• Ferienprogramme, Projektarbeit, Freizeiten
In den Schulferien bietet das Schülercafé umfangreiche Ferienprogramme oder Freizeiten an. Ein weiterer fester Bestandteil der Arbeit sind verschiedene Projektangebote, wie z.B. der Kinderzirkus Kikolori oder ein Fußballprojekt für Jungen.
• Zusammenarbeit und Kooperation
Das Schülercafé Alberta arbeitet auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Einrichtungen (wie z.B. Grundschule Riedenberg, Mobile Jugendarbeit, Jugendhaus Sillenbuch) im Stadtbezirk eng zusammen. Diese Kooperationen sind für uns selbstverständlicher Bestandteil professioneller Sozialarbeit. Darüber hinaus sind wir in verschiedenen Stadtteilgremien aktiv.
5. Schlussbemerkung
Da die offenen Jugendarbeit einem ständigen Wandel, orientiert an den Bedürfnissen der Jugendlichen, unterworfen ist, kann dieses Kurzkonzept nur als Momentaufnahme eines fließenden Prozesses betrachtet werden. Wir entwickeln die Arbeit mit den jeweiligen Besuchern und dem Team ständig weiter, und versuchen so den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, des Trägers und des Stadtteils möglichst gerecht zu werden.





