Liebe Schwestern und Brüder in St. Michael,
seit Mitte Oktober ist Ihre Gemeinde vakant, d.h. die Stelle des Pfarrers ist nicht besetzt. Mit der Pensionierung von P. Gottfried ist diese Situation eingetreten. Und nun warten Sie auf eine Wiederbesetzung der Pfarrstelle. Es ist einfach notwendig, einen Pfarrer zu haben. Dieses Amt ist in einer katholischen Kirchengemeinde konstitutiv.
In der Zeit der Vakanz beauftragt der Bischof einen Nachbarpfarrer, das Amt des Pfarradministrators wahrzunehmen. In diesem Fall ist die Wahl auf mich gefallen.
Ich heiße Heiko Merkelbach, bin 1965 in Ludwigsburg geboren und habe nach dem Abitur in Tübingen und Rom katholische Theologie studiert. Nach meiner Weihe zum Diakon war ich in Ellwangen (Basilika St. Vitus und Hl. Geist) Diakon. 1992 wurde ich von Bischof Dr. Walter Kasper in der Basilika St. Martin in Weingarten zum Priester geweiht. Vikar war ich in Friedrichshafen (St. Columban) und Schwäbisch Gmünd (Münster Hl. Kreuz und St. Michael). 1996 wurde ich Pfarrer in Horb-Talheim (St. Michael und Laurentius und St. Martin). Parallel habe ich in Freiburg und Vallendar ein Promotionsstudium begonnen. Meine Dissertation handelt über die Erlösungslehre im Werk Hans Urs von Balthasars, einem bedeutenden katholischen Theologen des letzten Jahrhunderts. Seit 2002 bin ich Pfarrer von St. Hedwig in Möhringen und Sonnenberg und seit 2006 auch Pfarradministrator von St. Ulrich im Fasanenhof. Diese beiden Gemeinden bilden eine Seelsorgeeinheit.
Nun bin ich darüber hinaus auch Ihr Pfarradministrator. Zwar hat der Pfarradministrator dieselben Rechte und Pflichten eines Pfarrers, es ist jedoch selbstredend, dass ich als Administrator nicht Ihren bisherigen Pfarrer ersetzen kann. Ich bin froh, dass ich ein gutes und aktives Team von Hauptamtlichen vorgefunden habe, das ich so gut es geht gerne unterstützen werde. Ich freue mich, in Ihrer Seelsorgeeinheit engagierte und qualifizierte Ehrenamtliche angetroffen zu haben, die mich auch im Verwaltungsbereich sicher gut unterstützen werden. Ohne sie könnte ich mein Amt nicht ausüben. Dankbar bin ich für die Priester - Pensionäre oder im aktiven Dienst stehende -, die mir ihre Mithilfe bei der Feier der Gottesdienste zugesichert haben.
Im Kirchenrecht steht ein für unsere Situation wichtiger Satz: Sede vacante nihil innovetur - Während der Vakanz darf nichts verändert werden. Dies gilt natürlich vor allem in den grundlegenden Bereichen. Die Zeit der Vakanz soll eine Zeit der Vertiefung und der Standortbestimmung sein. Rührt sie zunächst von einem Mangel her, ist sie doch auch eine Chance. Sie gibt Ihnen die Gelegenheit, Vergangenes zu reflektieren, manches auch zu betrauern und sich auf Neues vorzubereiten und zu freuen.
Sie werden sicher verstehen, dass ich an den meisten Sitzungen in Ihrer Gemeinde nicht teilnehmen kann. Auch im Bereich der Sakramente und Sakramentalien sind die Hauptamtlichen vor Ort zunächst Ihre Ansprechpartner. Wenn Not am Manne ist, stehe ich natürlich im Hintergrund bereit. Die Sitzungen des Gemeinsamen Ausschusses möchte ich gerne besuchen. Des Weiteren bin ich natürlich im Austausch mit den Hauptamtlichen in der Pastoral und in den Pfarrbüros und den Zweiten Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte. Bei diversen Gottesdiensten, Festen und Veranstaltungen werde ich sicher manchen von Ihnen begegnen. Darauf freue ich mich schon heute.
Mit Ihnen gemeinsam hoffe ich, dass die Stelle des Pfarrers in Ihrer Seelsorgeeinheit möglichst rasch wiederbesetzt werden kann. Ich bitte Sie herzlich, um einen guten Pfarrer zu beten. Und vergessen Sie auch nicht, um Priesternachwuchs zu beten. Ich glaube, dies kommt in unserer deutschen Kirche einfach zu kurz. Gerade in diesen Monaten merken Sie, wie wichtig Priester für unsere Gemeinden sind.Mit den besten Wünschen für eine gute und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit grüße ich Sie herzlich.
Pfarrer Dr. Heiko Merkelbach







